[Vers 1]
So viel Leid in dieser Welt,
so viel, was den Atem nimmt.
Und ich frag in stiller Nacht:
„Herr, warum bleibst du so blind?“
Doch du hast gesagt: „Ich bin“,
nicht ein Gott, der sich verbiegt.
Du bist treu in jedem Wort –
auch wenn unser Mut versiegt.
[Refrain]
Du hast uns Freiheit gegeben –
nicht gezwungen, nicht gelenkt.
Nicht als Spieler deiner Bühne,
sondern Menschen – selbst geschenkt.
Du greifst nicht ein mit harter Hand,
denn du hast dich selbst gebunden.
Doch wer die Wahrheit selbst verlässt,
trägt am Ende seine Last.
[Vers 2]
Du hast uns das Leben anvertraut,
nicht ein Käfig, nicht ein Plan.
Doch wir tauschten Licht für Macht,
und das Böse nahm den Bann.
Jetzt rufen wir nach deiner Kraft –
doch du bleibst in deinem Wort.
Du bist kein Lügner, kein Betrüger –
deine Liebe läuft nie fort.
[Bridge – ehrlich & stark]
Würdest du den Sturm bezwingen,
würd dein Wort nicht ewig stehn.
Denn du hast uns frei erschaffen –
nicht, um Marionett’n zu sehn.
Dein Schweigen ist kein Fehlen,
dein Warten ist Geduld.
Doch wer nie Verantwortung trägt,
zahlt am Ende seine Schuld.
[Bridge 2 – prophetisch & klärend]
Wir jag’n nach Macht statt echter Freiheit –
doch sie war der größte Schatz.
Wir wählen Throne, bauen Reiche –
und vergessen, was uns passt.
Haben wir denn nichts verstanden?
Wiederholt sich das System?
Der Mensch baut Türme ohne Himmel –
nur aus Staub und falschem Sehn.
Und wir tun, was einst die Schlange
in den Garten reingelegt:
Visionen ohne Richtung –
und der Abgrund wird gepflegt.
[Refrain – 2. Version, erweitert]
Du hast uns Freiheit gegeben –
nicht als Fluch, sondern als Ziel.
Nicht durch Zwang, doch durch Vertrauen –
so beginnt dein heilger Plan.
Du greifst nicht ein mit falscher Macht,
weil dein Wort nicht wanken kann.
Doch du wirst mit offnen Armen
den empfangen, der vollendet.
[Outro – leise, aber wahr]
Warum greifst du nicht ein?
Weil du größer bist als wir.
Doch du bleibst –
und rufst uns leise
an das Tor der Gnad zu dir.
5. Mai 2025 um 23:50
