đ Hintergrundgeschichte zum Lied âUnd doch kehrt alles heimâ
Es gibt eine Ordnung, die kein Mensch geschrieben hat.
Eine Weisheit, die sich nicht mit Worten erklĂ€ren lĂ€sst â sondern mit Farben, DĂŒften, Stille und Licht.
Sie liegt im Jahr, im Wandel der Jahreszeiten, und zugleich tief in uns selbst.
Der FrĂŒhling ist mehr als nur Anfang.
Er ist Erinnerung daran, dass Gott Leben selbst in kalter Erde verborgen hÀlt.
Dass das Unsichtbare nicht tot ist â sondern vorbereitet.
Jede Knospe, jedes Vogellied, jeder erste Sonnenstrahl spricht: âIch vergesse dich nicht.â
Der Sommer ist FĂŒlle â nicht nur im Feld, sondern im Herzen.
Er ist WĂ€rme, NĂ€he, Licht in langen Tagen.
Doch er trÀgt auch Verantwortung:
Jetzt wÀchst, was im Herbst reifen muss.
Jetzt wird offenbar, was gesÀt wurde.
Der Herbst ist kein Ende â er ist Ehrlichkeit.
Er bringt Reife, RĂŒckblick und den Mut zum Loslassen.
Die BĂ€ume verlieren nicht ihr Leben, wenn sie die BlĂ€tter geben â
sie vertrauen, dass es genĂŒgt.
Der Winter ist Stille â und doch voller Kraft.
Nicht tot, sondern tief verborgen.
Hier ruht das Neue, das Kommende.
Ein Versprechen im Schweigen: âIch komme wieder.â
So geht es â Jahr fĂŒr Jahr.
Und jedes Mal spricht diese Ordnung ein StĂŒck von Gottes Wesen:
Sein Takt, sein MaĂ, seine Treue.
Wir leben oft gegen den Rhythmus â doch das Lied erinnert uns:
Alles kehrt heim.
Nichts ist vergeblich. Kein Blatt, kein Schmerz, keine Zeit.
In seinem Plan trÀgt selbst das Sterben Hoffnung.
Und was wir nicht halten können â das hĂ€lt Er.
