[Strophe 1 – Sie]
Ich rede und du hörst nicht hin
Du hörst das Wort, doch nicht den Sinn
Ich schrei nicht laut, doch innerlich
Verliere ich mich – verliere dich
[Strophe 1 – Er]
Ich will nur Frieden, sag kein Wort
Doch du verstehst: Ich bin längst fort
Ich schweig aus Angst – nicht aus Gefühl
Doch Schweigen macht den Riss zu viel
[Pre-Chorus – beide, abwechselnd]
Wir reden, doch wir meinen nicht
Wir hören – aber ohne Licht
Wir kämpfen – nur für unser Recht
Doch wo ist Gnade, wo ist echt?
[Chorus – beide]
Was wär, wenn einer nur mal hört
Nicht recht behält – doch Liebe schwört?
Was wär, wenn wir uns nicht beweisen –
sondern vergeben, statt zu reißen?
Zuhören ist kein Machtverlust
Verstehen ist, was Gnade tut
Der Neue Bund beginnt ganz leis:
Mit einem Ohr – nicht mit dem Schrei
[Strophe 2 – Sie]
Ich seh dein Herz, doch komm nicht ran
Weil jeder Streit uns trennen kann
Du meinst es gut – doch kämpfst für dich
Und jedes Wort trifft mehr als ich
[Strophe 2 – Er]
Ich wollt dich schützen – war dabei
Doch nahm dir Raum, war nie ganz frei
Ich lern gerade: Nähe heißt
Nicht siegen – sondern sein zu zweit
[Pre-Chorus – beide]
Wir lernen langsam, neu zu gehn
Nicht nur zu sagen – auch verstehn
Wir üben Liebe, nicht Triumph
Und leben Gnade – nicht Vernunft
[Chorus – beide, variiert]
Was wär, wenn Hören Heilung bringt
Wenn keiner laut, doch Gnade singt?
Wenn wir den Zorn ans Kreuz gelegt
Und das, was trennt, in Licht bewegt?
Zuhören ist ein heiliger Ort
Wo keiner flieht – und keiner fort
Der Neue Bund spricht sanft und wahr:
„Ich seh dich – und bin immer da.“
[Bridge]
Nicht jedes Wort muss ein Urteil sein
Nicht jede Stille ist gemein
Ein Ohr, das hört – heilt mehr als Recht
Denn Liebe – kämpft nie selbstgerecht
[Letzter Chorus]
Zuhören ist der erste Schritt
Zum Frieden, der nie lügen will
Der Neue Bund schreibt leise Zeilen
In Herzen, die nicht länger eilen
20. Juni 2025 um 23:19
