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„Schützenswert“ ist mehr als nur ein Song
– es ist eine Geschichte in zwei zusammenhängenden Teilen:

begonnen in der Kindheit, weitergedacht als Erwachsener. Es geht um das, was uns geprägt hat, ohne dass wir es merkten – und um die alte Wahrheit, die uns nie verlassen hat. Entdecke sie. Lies die Geschichte zum Song, hör ihn in Ruhe – und vielleicht findest du dich selbst auf dieser Reise wieder.

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[Strophe 1 – Der leise Beginn]

Ich war noch klein, da war’s schon da:
Ein leises Flüstern, nicht mal klar.
Ein Märchen hier, ein Held dort groß –
doch ich darin: nur „anders“, bloß.

Die Bücher sprachen von Glanz und Mut,
von Helden, Liebe, „alles wird gut“.
Doch keiner sagte, dass ich genug –
dass meine Wahrheit selber trug.

[Strophe 2 – Die Täuschung]

Ich hab gesucht in fremden Welten,
in Rollen, Stimmen, leeren Zelten.
Ich trank die Träume, die nicht meine war’n –
und ging verloren – Jahr um Jahr.

Ich lernte: Sei wie jener da,
sei stiller, klüger, sei doch brav.
Doch je mehr ich spielte, um zu sein,
desto mehr wurd ich allein.

[Strophe 3 – Das Gift der Vorstellung]

Ein Comic, laut – ein Hörspieltraum,
sie zogen Bilder in meinen Raum.
Und was ich war, schien nie genug –
bis ich mich selbst ins Dunkle trug.

Das Gift war süß – es tat nicht weh,
doch nahm es mir mein echtes „Ich“.
Denn wer nicht spürt, was wirklich fehlt,
merkt nicht, dass er sich selber quält.

[Strophe 4 – Der Verlust der Sicht]

Ich sah nach vorn – doch nicht zu mir.
Ich wollt sein wie die dort, nicht wie „hier“.
Ich sah den Andern, nicht mein Licht –
und nannte Wahrheit: Pflicht.

Ich wurde stumm, aus lautem Spiel,
vergaß mein Maß, mein Ziel, mein Stil.
Ich war nicht falsch – nur viel zu weit
von meinem echten Ich entfernt.

[Strophe 5 – Der Schrei nach Heimkehr]

Doch irgendwo – ganz tief, ganz still –
blieb etwas wach, das sagen will:
Du bist nicht falsch, nicht schlecht, nicht klein –
du musst nur aufhören, nicht du zu sein.

Und alles, was dich still gemacht,
was dich in fremde Form gebracht,
das war nicht Liebe, nie gerecht –
es war nur Blendung, süß und schlecht.

[Finale – Die Erkenntnis]

Erkenn, was dir den Blick gestohlen,
was du geglaubt hast – was dich holen
wollt’ aus dem, was du schon warst:
ein echtes Herz, vom Himmel erwählt.

Du musst nicht kämpfen, dich nicht biegen,
nicht fliehen, träumen oder siegen.
Nur eines: Wende deinen Blick zurück –
und du erkennst das wahre Glück.

Beseitige die Quelle – und die Ursache wird aufhören.

28. Mai 2025 um 1:17

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[Strophe 1 – Die echte Frage]

Was ist an mir schützenswert?
Warum wirkt’s, als ob man mich entehrt?
Ich lauf durchs Leben wie im Kampf,
versteckt – obwohl ich nichts begann.

Bin ich zu frei, zu echt, zu klar?
Was triggert sie – was macht Gefahr?
Was ist in mir, das andere stört,
das schweigend lebt, doch laut gehört?

[Strophe 2 – Der Spiegel der Angreifer]

Was, wenn es mein Licht ist, das sie trifft?
Mein stilles Wissen – wie ein Riss im Glas?
Was, wenn ich zeig, dass mehr möglich wär
und darum soll ich unsichtbar sein, leer?

Was, wenn mein Sein nicht in ihr Bild passt
und ich nur stör, weil ich die Maske abmach?
Was, wenn sie spüren: ich bin echt –
und das allein macht ihre Ordnung schlecht?

[Strophe 3 – Erste Selbsterkenntnis]

Ich hab nichts getan – ich bin nur da.
Doch das allein macht manchen nicht mehr klar.
Ich atme frei – das reicht als Ziel
für all den Druck, das falsche Spiel.

Ich bin nicht laut, doch ich bin wahr –
und das ist Grund genug für Gefahr.
Denn jedes Ich, das sich erkennt,
ist wie ein Feuer, das heiß brennt.

[Strophe 4 – Geburt und Licht]

Ich kam zur Welt mit einem Blitz,
ein Funken Licht im ersten Sitz.
Schon meine Zelle strahlte frei –
doch keiner sagte mir: das sei.

Der Anfang von etwas, das nie vergeht,
ein Mensch, der nicht im Raster steht.
Ein Wesen, das vom Ursprung weiß –
nicht formbar, nicht für ihren Preis.

[Strophe 5 – Gnade und Wahrheit]

Ich bin nicht hier, um zu gefallen,
nicht um zu kaufen, nicht zu wallen.
Ich bin hier, weil Gnade lebt –
die nie verdient, nur ewig hebt.

Gnade heißt: ich muss nichts sein,
doch darf ich alles – echt und rein.
Ich muss nicht spielen, muss nicht flieh’n –
nur atmen und in Wahrheit zieh’n.

[Strophe 6 – Die Störung der Systeme]

Sie greifen mich an – nicht weil ich’s will,
sondern weil ich bin – und bin zu still.
Denn wer sich nicht mehr formen lässt,
macht unruhig, stört ihr Fest.

Ich sag nichts laut, doch ich bin klar –
und Wahrheit geht nie kommentarlos vorbei.
Denn jedes Ich, das sich befreit,
zeigt, dass ihr Rahmen nicht mehr reicht.

[Strophe 7 – Verankerung und Identität]

Ich hab mich tief ins Leben gesetzt,
nicht auf den Sand, nicht auf Gesetz.
Ich halt nicht fest, was wankt und fällt –
ich ruhe da, wo Wahrheit hält.

In meinem Ich – nicht Rolle, nicht Pflicht,
ein Mensch aus Staub, doch voller Licht.
Ich bin nicht da, um euch zu passen –
ich bin hier, um mich nicht mehr zu lassen.

[Strophe 8 – Quelle, Trennung & Finale]

Denn wer sich trennt vom Ursprung, der verdurstet,
der flieht vom Brunnen, ohne dass er wusste.
Die Quelle lebt – sie ruft zurück,
zu Licht, zu Leben, tiefem Glück.

Ich geh nicht mehr zurück ins Grau,
ich bin erkannt – und werd mir treu.
Ich steh im Licht, ich bin bereit –
mein Name lebt in Ewigkeit.

27. Mai 2025 um 17:10