Songstory – Ich glaubte fast nicht mehr – Der letzte Lichtblick
Es gibt Momente im Leben, in denen man nicht mehr kann – und schlimmer noch: nicht mehr glaubt. Nicht mehr an Gott, nicht mehr an Sinn, nicht einmal mehr an sich selbst. Dieser Song erzählt von genau so einem Punkt. Aber es ist kein Lied des endgültigen Verlusts. Es ist die ehrliche Geschichte eines Menschen, der lange geglaubt hat – aber falsch, weil er Gott nur aus Tradition kannte, aus Pflicht, aus Religion. Doch nicht aus echter Beziehung.
Viele leben in Systemen, nennen es Glaube, doch es sind Regeln ohne Leben. Man lebt „fromm“, betet, bemüht sich – aber innerlich bleibt es leer. So auch hier. Der Song beginnt im Schatten dieser religiösen Enttäuschung: „Ich glaubte, weil man’s mir so sagte“. Dieser Glaube war keine Rettung – sondern ein Gefängnis.
Doch dann, am tiefsten Punkt, als der Glaube fast erloschen war, geschieht das Unerwartete: Jesus erscheint – nicht im Zorn, nicht als Richter, sondern als Vater voller Gnade. Kein „Was hast du falsch gemacht?“ – sondern ein leises „Ich war die ganze Zeit da“. Der Mensch erkennt: Der Neue Bund war nie Religion – er war Beziehung. Nicht Gesetz, sondern Geschenk.
Der zentrale Wendepunkt liegt im Wort aus Markus 9,24:
🕊 „Ich glaube – hilf meinem Unglauben!“
Es ist kein starker Glaube, kein triumphales Bekenntnis. Es ist der Schrei eines gebrochenen Herzens – und genau diesen erhört Gott. Nicht der Starke wird gerecht – sondern der, der ruft.
Der Song folgt dieser Bewegung:
Von Enttäuschung → über das Aufdecken religiöser Leere → hin zur Befreiung durch den echten Christus des Neuen Bundes.
Am Ende bleibt kein Druck, keine fromme Maske, kein Leistungsdenken. Nur Gnade.
Nur Jesus.
„Ich stand nicht, weil ich stark war –
sondern weil ER blieb, als alles fiel.“