Behind the Song – Die Sonne scheint
Es begann mit einem einfachen Spaziergang – einem dieser Tage, an denen alles schwer wirkt. Gedanken an Menschen, die verletzt haben. An eigene Fehler. An Ungerechtigkeiten, die man nicht versteht. Und da – mitten in diesem inneren Nebel – bricht durch die Wolken ein Sonnenstrahl. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Ohne Bedingung. Er fällt auf alle – auf die Gerechten und die Ungerechten. Auf mich. Und auf die, über die ich vielleicht schlecht denke.
In diesem Moment erinnerte ich mich an Matthäus 5,45. Jesu Worte trafen wie ein Pfeil ins Herz:
Gott liebt nicht selektiv.
Er spendet Wärme, Licht und Leben – allen.
Nicht, weil sie alles richtig machen.
Sondern weil ER gut ist.
Dieser Vers sprengt menschliche Logik. Und genau das ist der Anfang vom Lied „Die Sonne scheint“:
Ein Lied, das nicht bewertet, sondern umarmt.
Das nicht teilt in „drin“ und „draußen“, sondern verbindet.
Ich wollte ein Lied schreiben, in dem sich alle wiederfinden.
Die, die glauben. Die, die zweifeln. Die, die verletzt haben – und verletzt wurden.
Denn wenn Gottes Sonne über uns allen aufgeht, dann bedeutet das:
Jeder Mensch ist gemeint. Jeder ist gesehen. Jeder ist geliebt.
„Die Sonne scheint“ ist deshalb kein Lobpreis im klassischen Sinn.
Es ist eine Einladung.
Ein Klang, der sagt:
Du musst nicht erst fromm, perfekt oder würdig sein.
Du darfst einfach leben – und sehen, dass ER dich längst liebt.
