[Strophe 1]
Sie sitzt am Rand, wo keiner bleibt.
Ihr Blick â so tief, dass Zeit zerflieĂt.
Die Welt geht weiter, viel zu schnell,
doch in ihr wohnt, was keiner liest.
Ein Junge schweigt in seinem Raum,
und alle sagen: ânicht normalâ.
Doch in ihm flackert Ewigkeit â
so klar, so leise, ohne Zahl.
[Refrain]
Was, wenn wir die Blinden sind?
Und sie die Sehenden â ganz still.
Was, wenn in ihrem Unverstehen
das GröĂte liegt, was Gott uns will?
Was, wenn sie uns heilen â
nicht durch Worte, nicht durch Kraft,
sondern durch das,
was sie einfach sind?
[Strophe 2]
Ein Lachen, schief, ein Licht darin â
so echt, dass Mauern leise brechen.
Ein Blick, der fragt: Warum so laut?
Ein Dasein, das kann mehr als sprechen.
Sie lehren Mut in jedem Tag,
Geduld, die keine BĂŒhne kennt.
Und wer nur sieht, was fehlt an Kraft,
hat nie gespĂŒrt, wie Herz erkennt.
[Refrain]
Denn was, wenn wir die Tauben sind?
Und sie die Stimme Gottes spricht?
Was, wenn ihr âZuwenigâ reicht â
um uns zu zeigen, was Gewicht?
Was, wenn ihr uns mehr verÀndert
als Systeme, Macht und Zeit?
Was, wenn ihr lÀngst bei Gott bekannt seid
als die mit echter Heiligkeit?
[Bridge â spoken or sung softly, broken voice]
Vielleicht war nie etwas falsch an euch.
Vielleicht war nur unser Blick nicht heil.
Ihr wart Geschenke â
und wir haben sie nicht ausgepackt.
[Finaler Refrain â groĂ, mit TrĂ€nen in der Stimme]
Denn ihr seid die,
die wir nicht verstanden,
doch die uns gezeigt haben,
wie Liebe klingt â
ohne Laut.
Wie StĂ€rke lebt â
ohne LĂ€rm.
Wie Gott wohnt â
im Zerbrechlichen.
Im Ungeformten.
Im Heiligen.
Nicht behindert.
Sondern: berufen.
UnvergÀnglich.
Ewig wertvoll.
Gott in euch â
fĂŒr uns.
6. Mai 2025 um 0:27
