Story zum Lied: „Wo sind die Söhne bloß?“
Es ist kein neues Problem.
Die Welt war schon immer laut.
Schon immer voller Ablenkung, Selbstoptimierung, Pflicht und Religion.
Aber die eine Frage bleibt offen – bis heute:
Wo sind die Söhne?
Nicht die, die einfach glauben.
Nicht die, die mitlaufen oder sich nur Christen nennen.
Sondern die, die wissen, wer sie sind.
Die verstanden haben, was das Kreuz vollbracht hat.
Die sich nicht mehr ducken, sondern sichtbar werden, weil sie vom Vater selbst erkannt wurden.
„Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig
auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.“
(Römer 8,19)
Dieses Lied ist ein Ruf.
Ein Ruf an die, die müde geworden sind von religiösem Alltag.
An die, die aufgewachsen sind mit „du sollst“,
aber kaum erlebt haben, was es heißt, frei zu sein.
Ein Ruf an die, die innerlich wissen:
Ich bin nicht gemacht zum Funktionieren.
Ich bin geboren zum Leben – als Sohn.
In Christus ist jeder Segen längst gegeben.
Nicht durch Leistung, sondern durch Gnade.
„Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in der Himmelswelt in Christus.“
(Epheser 1,3)
Und doch leben viele noch wie Bettler.
Bitten um etwas, das ihnen längst gehört.
Drehen sich im Kreis. Halten sich klein.
Bleiben unsichtbar – obwohl die Schöpfung wartet.
Dieses Lied ist ein Weckruf.
Es fragt nicht anklagend –
es ruft erinnernd.
Wo sind die Söhne bloß?
Wo sind die, die sich nicht mehr verstecken?
Die nicht warten, bis sie perfekt sind –
sondern leben, was sie längst empfangen haben?
Es ist Zeit, aufzustehen.
Nicht aus Stolz, sondern aus Identität.
Nicht um etwas zu sein –
sondern weil man schon Sohn ist.
Jetzt sichtbar. Jetzt klar. Jetzt echt.
