📖 Hintergrund & Entstehung: Die Geschichte hinter „Menschenfurcht“

Die Idee zu diesem Lied entstand nicht aus Theologie allein, sondern aus Beobachtung, Betroffenheit und Buße. Immer wieder habe ich gesehen – auch in mir selbst –, wie leicht wir schweigen, obwohl wir die Wahrheit kennen, wie oft wir uns mehr vor Menschen fürchten als vor Gott.

Es begann mit einem Gedanken:
Was, wenn jemand mir später vorwirft: „Warum hast du mir das nie gesagt?“

Und dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los.

„Menschenfurcht“ ist keine Schwäche – sie ist getarnter Stolz.
Denn wenn ich mich zurückhalte, obwohl ich das Evangelium kenne,
halte ich die einzige Rettung für mich –
aus Angst vor Ablehnung, aus Wunsch nach Bequemlichkeit, aus falscher Demut.

Die Bibel ist hier klar:

In Hesekiel 3,18 heißt es:
„Wenn du den Gottlosen nicht warnst [...] so fordere ich sein Blut von deiner Hand.“

In Lukas 14,23 spricht Jesus im Gleichnis:
„Nötige sie hereinzukommen – damit mein Haus voll werde.“

Und Paulus ruft in 1. Korinther 9,16:
„Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündige!“

Diese Verse brannten sich in mein Herz.

Und ich sah, dass Menschenfurcht keine Nebensache ist – sondern ein geistlicher Verrat, wenn sie uns lähmt, anstatt dass wir retten.

Das Lied soll aufwecken, nicht verletzen.
Es ruft uns zur Klarheit – zur Liebe, die nicht schweigt.
Denn echte Liebe fragt nicht: Was denken die anderen?
Sie fragt: Was rettet den Menschen?

🎧 Für wen ist dieses Lied?

Für alle, die schon einmal geschwiegen haben.
Für alle, die sich nicht trauen – aber wissen, was wahr ist.
Für alle, die in Jesus die Rettung kennen –
aber sich erinnern müssen, dass Schweigen kein Akt der Barmherzigkeit,
sondern manchmal der schlimmste Verrat ist.