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Toilettenglück
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[Strophe 1 – Der Moment der Wahrheit]

Die Blase voll, kein Klo in Sicht –
mein Körper schreit, mein Hirn erlischt.
Ich tanz den „Ich-muss-ganz-dringend“-Tanz,
und hoffe auf Erbarmen ganz.

Die Stadt ein Dschungel ohne Gnade,
kein Schild, kein Hinweis – keine Lade.
Die Ampel rot, die Straße weit –
mein Inneres schreit: „JETZT ist die Zeit!“

[Strophe 2 – Zwischen Hoffnung und Wahnsinn]

Ich seh ein Café, denk: „Das ist's jetzt!“
Doch ohne Kauf? Der Blick: Gesetz!
Ich kauf 'nen Tee für 4,50 –
doch wo ist das Klo? Ich hüpf wie Pippi-Ponzi.

Ich frag die Frau mit ernstem Blick:
„Haben Sie – dringend – ein stilles Glück?“
Sie zeigt nach hinten, ich spring vor Freud –
doch jemand ist drin. Und das schon 'ne Zeit…

[Refrain – Dringend poetisch]

Toilettenglück – so nah, so fern,
ein Tempel aus Porzellan, ich hätt ihn gern!
Ob Tankstelle, Café oder Waldrevier –
ich fleh zum Himmel: „Erbarm dich mir!“

Kein Königsthron, kein gold’ner Raum –
nur stilles Örtchen, mein großer Traum.
Denn was man schätzt, wenn man’s entbehrt –
ist oft das Klo, das man verehrt.

[Strophe 3 – Die Not eskaliert]

Mein Gang wird eng, mein Blick wird starr,
mein Körper piept: „Es wird jetzt wahr!“
Ich rechne Strecken in Minuten,
und überleg: Würden mich Bäume behüten?

Doch selbst der Park – er hat zu viel Sicht,
die Welt ist hell, die Deckung nicht.
Ich fang schon an zu philosophieren:
„Wieso müssen wir überhaupt kontrollieren?“

[Strophe 4 – Die letzte Hoffnung]

Ein Schild! „Öffentliches WC –“
mein Herz macht einen Luftsprung: „Juchhee!“
Ich renn wie wild, vergess den Schmerz –
mein ganzer Körper wird jetzt Herz!

Doch – Drama! Tür klemmt, kein Münzenschlitz.
Ich zitter, schwitze, fluch und sitz.
Dann kommt ein Rentner – ganz galant –
und sagt: „Einfach drücken mit Verstand.“

[Bridge – Der Showdown]

Ich schieb die Tür, sie quietscht, sie geht –
mein Körper dankt – ich bin zu spät?
Nein! Gerade noch – ein Hauch vor Knall…
mein Hinterteil trifft Porzellan – mit Schall.

[Final Refrain – Gelöst & poetisch]

Toilettenglück – ich halt dich fest,
du kleiner Raum, mein stilles Nest.
Ob laut, ob leise – du verstehst –
was keiner sieht, doch jeder lebt!

Und wenn ich wieder plane muss,
ob Tee zu viel, ob Kaffeefluss…
Dann weiß ich jetzt: Das wahre Glück –
ist manchmal nur ein Spülgeräusch zurück.

6. Mai 2025 um 16:47