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🛒 Story behind: Einkaufen in Deutschland

– Warum dieser Song einfach geschrieben werden musste

Es fing ganz harmlos an:
„Ich hol nur kurz was fürs Wochenende.“
Gesagt, gedacht – gefahren.
Freitag, 14:07 Uhr.

Und da passierte es:
Ich betrat den Supermarkt… und war nicht allein.
Nicht nur nicht allein – ich war plötzlich Teil eines geheimen Rituals, einer Art deutschem Wochenend-Völkerwanderungsfest.

Links die Rentner – mit präzise vorbereiteten Einkaufslisten, Lesebrille auf der Nase, maximaler Einkaufswagenmanövrierkunst und der Fähigkeit, das perfekte Angebot 48 Meter im Voraus zu wittern.
Rechts die gestressten Mütter – drei Kinder im Schlepptau, die nach Haribo greifen, während sie versuchen, zwischen Gemüse, Wursttheke und Quengelzone die Nerven zu behalten.
Und mittendrin: Der Anzugträger mit Bluetooth-Headset, der eigentlich "nur kurz einen Joghurt holen" wollte und nun zwischen Grillsaucen und Toilettenpapier ausgerechnet seinen Chef trifft.

Es ist ein deutsches Naturphänomen:

Freitag, 14 Uhr.
Alle.
Wirklich. Alle.
Egal ob Aldi, Rewe oder der gute alte Edeka.
Irgendwo zwischen Angebotswoche und Parkscheibe wird das Einkaufen zur Olympiade der Organisation.

Und ich?

Ich stand da – mit meinem Einkaufszettel, der eigentlich aus einem Wort bestand:

„Kaffee“

…und kam mit zehn Artikeln, zwei Gesprächen, einem Gratis-Käsewürfel und leichtem Nervenzucken wieder raus.

Da wusste ich: DAS wird ein Lied.

Ein Lied über uns.
Über Einkaufswagen als Panzer des Alltags.
Über spontane Preisvergleiche, das Mysterium der Fleischtheke und die deutsche Tugend, selbst beim Joghurtkauf gründlich zu sein.

Also: Danke Deutschland.

Ihr seid die Einzigen, die aus „mal eben was holen“ eine Erfahrung machen, über die man singen muss. 😄

Und was sagt der Deutsche selbst dazu?

„War ja gar nicht so voll heute…“