Story über das Lied „Trotzdem tanz ich“

Basierend auf Habakuk 3,17–18

„Denn der Feigenbaum blüht nicht, und kein Ertrag ist an den Reben; der Ertrag des Ölbaums bleibt aus, und die Äcker bringen keine Nahrung; die Schafe sind aus der Hürde verschwunden, und kein Rind ist in den Ställen.

Doch ich – ich will in dem HERRN jubeln, will jauchzen über den Gott meines Heils.“
(Habakuk 3,17–18)

Inhalt und Ursprung

Dieses Lied wurde geboren aus der Frage: Was bleibt, wenn nichts bleibt?

Wenn alle äußeren Segnungen versiegen – Nahrung, Sicherheit, Perspektive – kann dann noch echte Freude entstehen? Habakuk antwortet mit einem lauten, prophetischen „JA“. Obwohl er im Alten Bund lebte, wo Gottes Segen stark an äußere Umstände gebunden war, entscheidet er sich bewusst für Lobpreis – gegen jedes Gefühl.

Er erkennt: Der Gott meines Heils ist größer als mein Mangel.
Nicht, weil die Umstände leicht sind, sondern weil Gott selbst genügt.

Verbindung zum Neuen Bund

Und wie viel mehr dürfen wir heute in dieser Wahrheit leben!
Denn im Neuen Bund hat Gott nicht nur Versorgung versprochen – Er selbst ist durch Christus IN UNS eingezogen.
Die Wüste ist nicht mehr das Ende, sondern der Ort der Begegnung.
Der Mangel ist nicht mehr unsere Grenze, sondern das Fenster zur Herrlichkeit Gottes.

„Meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen.“ (2. Kor 12,9)
„Freut euch im Herrn allezeit!“ (Phil 4,4)

Jesus selbst ging durch das Kreuz – barfuß, verspottet, verlassen – und schuf damit einen Zugang, durch den unsere tiefste Freude nicht mehr an das Sichtbare gebunden ist.

Warum dieses Lied?

„Trotzdem tanz ich“ ist kein banaler Popsong mit Happy-End.
Es ist ein Lobpreis inmitten von Ruinen.
Ein Lied für alle, die nichts mehr zu verlieren haben – und dennoch aufstehen.
Für alle, die mit trockener Kehle „Halleluja“ flüstern – und plötzlich merken, wie der Himmel zurückruft.

Denn:

Die Freude am HERRN ist unsere Stärke – nicht die Freude an der Welt.
Und manchmal beginnt der größte Lobpreis mit einem trotzigen Schritt im Staub.

Schlüsselvers

„Dennoch will ich jubeln über den HERRN und frohlocken über den Gott meines Heils.“
(Habakuk 3,18)