Die Geschichte hinter dem Lied „Wieso Pfingsten“
– Ein Lied, das den Ruach erklärt
„Wieso Pfingsten“ ist mehr als Musik. Es ist ein Zeugnis.
Ein Versuch, das Unsichtbare hörbar zu machen.
Ein Lied, das nicht mit Reimen begann – sondern mit Fragen:
Warum kam der Heilige Geist an genau diesem Tag?
Warum Schawuot? Warum Feuer? Warum Sprachen?
Und was hat das mit mir zu tun – heute?
Der biblische Rahmen
Pfingsten ist im Hebräischen „Schawuot“ (שָׁבוּעוֹת) – das Fest der Wochen.
Es ist eines der drei Wallfahrtsfeste (Exodus 23,14–17),
auch genannt: „Hag HaKatzir“ – das Fest der Ernte (2. Mose 34,22).
Sieben Wochen nach dem Pessach-Lamm wurde am 50. Tag gefeiert – darum „Pentekosté“ im Griechischen (Apg 2,1).
An genau diesem Tag erinnern Juden bis heute an die Übergabe der Thora am Sinai –
mit Feuer, Donner, der Stimme Gottes (Exodus 19).
Doch an jenem Pfingsttag nach Jesu Himmelfahrt kam nicht das Gesetz auf Stein –
sondern das lebendige Wort in die Herzen (Jeremia 31,33).
Der Geist kam nicht zufällig
Jesus sagte:
„Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben,
dass er bei euch bleibt in Ewigkeit – den Geist der Wahrheit.“ (Johannes 14,16-17)
Nach seiner Auferstehung blieb er 40 Tage bei den Jüngern (Apg 1,3).
Dann stieg er auf – und sagte:
„Bleibt in Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.“ (Lukas 24,49)
„In wenigen Tagen werdet ihr mit dem Heiligen Geist getauft werden.“ (Apg 1,5)
Sie warteten. Zehn Tage lang. Im Obergemach (griech. „hyperōon“ – Apg 1,13).
Dann, am 50. Tag, kam der Ruach – der Atem Gottes – in Feuer, Wind, und Sprache (Apg 2,2-4).
Der Inhalt des Liedes – geistlich aufgebaut
Das Lied folgt exakt dieser Chronologie:
- Die Verheißung Jesu
- Die zehn Tage Warten
- Die Verbindung zu Schawuot
- Die Erfüllung der Prophezeiung aus
- - Hesekiel 36,26–27 (Herz aus Fleisch, Gottes Geist)
- - Joel 3,1ff (Ausgießung auf alles Fleisch)
- - Jeremia 31,31–34 (Neuer Bund im Herzen)
- - Die Umkehr von Babel (1. Mose 11) – jetzt Verständnis statt Spaltung
- - Die Ernte der 3000 (Apg 2,41) – im Kontrast zu den 3000 im Gericht (2. Mose 32,28)
Der Prozess der Entstehung
Ich habe dieses Lied nicht geschrieben, um zu berühren –
sondern um wahrhaftig zu zeigen,
was Pfingsten bedeutet – in der Tiefe des Bundes.
Mehr als 20 Versionen sind entstanden –
weil jedes Bild geprüft werden musste:
– Ist es biblisch?
– Ist es singbar?
– Ist es klar, ohne den Geist zu verletzen?
Worte wie „Obergemach“, „Jerusalem“, „Schawuot“, „Ruach“ oder „Pentekosté“
wurden nicht verworfen – sondern verständlich eingebettet.
Einige Verse sind 1:1 aus der Schrift übernommen, andere in die Gegenwart übersetzt,
doch immer mit dem Ziel:
Nicht Fantasie, sondern Offenbarung.
Fazit – Warum dieses Lied?
Weil Pfingsten nicht endet.
Weil der Geist nicht spricht, um gehört zu werden – sondern um zu verändern.
Dieses Lied ist mein Zeugnis.
Es entstand aus Ehrfurcht,
aus Studium,
aus Gehorsam
– und vor allem aus Liebe zur Wahrheit.
