Story hinter dem Lied: Gelebte Liebe
(Eine Widmung an die Tiere dieser Welt – und an das, was wir Menschen oft nicht sehen wollen.)
Ich weiß nicht, wann genau es begann.
Aber irgendwann, zwischen all dem Trubel der Welt,
den Nachrichten, dem System, dem Überleben –
begann ich still zu beobachten.
Nicht Menschen.
Tiere.
Ein Hund, der mir in die Augen sah –
nicht mit Erwartungen, sondern mit Wahrheit.
Eine Katze, die trotz Verletzung Nähe suchte.
Ein Schwein, das intelligenter war als jeder wusste –
doch am Ende nur als Produkt galt.
Ein Vogel, der singt, selbst wenn er im Käfig sitzt.
Ein Kalb, das nach seiner Mutter ruft –
vergeblich. Und doch liebt.
Und ich sah, wie diese Wesen so viel mehr tragen als wir ihnen je zutrauen.
Sie urteilen nicht.
Sie heucheln nicht.
Sie fordern nicht.
Sie leben.
Und lieben. Gelebte Liebe.
Ich begann zu begreifen:
Was wir in Büchern suchen,
in Predigten hören,
in Systemen verkopfen –
lebt direkt vor uns,
schnurrt, muht, bellt, summt, springt.
Diese Geschöpfe – sie tragen etwas Heiliges.
Nicht, weil sie göttlich sind –
sondern weil sie zeigen, wie Gott ist.
Geduldig.
Hingebungsvoll.
Treu.
Unbestechlich ehrlich.
Und dann kam der Schmerz.
Denn ich erkannte, wie viele von ihnen
unter der Hand des Menschen leiden.
Gefangen. Geopfert. Vergessen. Verachtet
–von uns, denen eigentlich Verantwortung gegeben wurde.
Wir, die „Krone der Schöpfung“ genannt werden,
doch oft wie Tyrannen handeln.
Die Bibel sagt:
„Die ganze Schöpfung seufzt und wartet …“ (Römer 8,22)
Und ich hörte dieses Seufzen.
Nicht in Worten –
sondern in Augen.
In stillen Gesten.
In dieser anderen Art von Treue,
die kein System brechen kann.
Und so entstand dieses Lied.
Nicht als Anklage.
Sondern als Bitte.
Als Dank.
Als Verneigung.
Vor denen, die uns jeden Tag lehren,
was bedingungslose Annahme heißt.
Was Stille Größe bedeutet.
Und was es heißt, zu lieben
– ohne sich selbst wichtig zu nehmen.
Dieses Lied ist ihnen gewidmet.
Allen Tieren,
die durch das Kreuz mit uns verbunden sind –
ob sichtbar oder unsichtbar.
Denn Liebe hat viele Gesichter.
Eins davon – bellt vielleicht gerade leise an deiner Seite.