Viele ziehân von hier nach dort,
suchen GlĂŒck am andern Ort.
Doch wer nur rennt, der sieht oft nicht:
Gott spricht da, wo du grad bist.
Bleib im Land â und tu das Gute.
Folg dem Ruf mit deinem Mut
Gottes Weg fĂŒhrt nicht ins Weite â
sondern treu durch deine Schritte.
Sieh die Felder vor dem Haus â
so viel Segen geht sonst aus.
Nicht im Fernen liegt das Licht â
wenn duâs hier nicht siehst â siehst duâs dort auch nicht.
Nicht jeder Ruf ist wirklich Flucht.
Manche Wurzel wÀchst durch Druck.
Nicht jedes âBessâreâ ist auch gut â
und mancher Ort birgt Gottes Glut.
Gott segnet oft im kleinen Tun,
im Stillsein, Pflegen, Reifen, Ruhân.
Die groĂe Frucht kommt nie in Hast â
wenn du ihm traust, wirst du nicht blass.
Bleib im Land â und tu das Rechte.
Redlich sein hat seine MĂ€chte.
Wer hier treu ist, bleibt nicht klein â
Gott selbst wird dein GĂ€rtner sein.
Dein Platz ist nicht ein Zufallsziel,
du stehst dort, wo Gott wirken will.
Vielleicht bist du der eine Klang,
der diesen Boden heilig macht.
Du bist gesandt â nicht weggestellt.
Nicht auf der Flucht â du prĂ€gst die Welt.
Ein Licht, das bleibt, wenn and're gehân â
du wirst im Dienen weiter sehân.
Der Wind ist frei, das Herz oft laut â
doch Gottes Wege sind vertraut.
Er pflanzt dich nicht an jeden Ort â
doch wo du stehst, da ruft sein Wort.
Bleib im Land â und glaub dem Einen.
Er wird dich durch das Warten einen.
Du bist gemeint, du bist gesetzt â
bis seine Saat in dir vernetzt.
Ich such nicht mehr das schnelle GlĂŒck,
ich schau jetzt treu auf sein Geschick.
Was ER mir gab, das reicht so weit â
sein Segen wÀchst in seiner Zeit.
Ich pflanze tief, ich bleibe hier,
ich folge ihm â er wohnt in mir.
Kein fremder Glanz zieht mich mehr fort,
denn Gott ist hier â mein sicherer Ort.
Jetzt seh ichâs klar â mein Platz ist gut.
Er stillt mein Herz, er stÀrkt den Mut.
Nicht was ich hab, doch was ich bin:
Ein Kind des Herrn â in seinem Sinn.
âHoffe auf den HERRN und tue Gutes;
bleibe im Lande und nĂ€hre dich redlich.â
(Psalm 37,3)
Was Gott verspricht, das trÀgt auch dich,
auch wenn das Feld noch schweiget schlicht.
Der Segen kommt nicht laut herbei â
doch wer bleibt, wird nie einerlei.
Ich hebe meine Augen weit,
seh seinen Plan in dieser Zeit.
Ich bin nicht hier durch Zufalls Kraft â
ich bin gesetzt â aus Leidenschaft!
Ich bleibe hier â mit ganzem Herz,
auch wenn es kostet, Kraft und Schmerz.
Denn hier ist Gott â mein sichres Band,
drum bleib ich treu⊠und bleib im Land.
4. Mai 2025 um 5:04
