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Homeland
Homeland
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Viele zieh’n von hier nach dort,
suchen GlĂŒck am andern Ort.
Doch wer nur rennt, der sieht oft nicht:
Gott spricht da, wo du grad bist.

Bleib im Land – und tu das Gute.
Folg dem Ruf mit deinem Mut
Gottes Weg fĂŒhrt nicht ins Weite –
sondern treu durch deine Schritte.

Sieh die Felder vor dem Haus –
so viel Segen geht sonst aus.
Nicht im Fernen liegt das Licht –
wenn du’s hier nicht siehst – siehst du’s dort auch nicht.

Nicht jeder Ruf ist wirklich Flucht.
Manche Wurzel wÀchst durch Druck.
Nicht jedes „Bess’re“ ist auch gut –
und mancher Ort birgt Gottes Glut.

Gott segnet oft im kleinen Tun,
im Stillsein, Pflegen, Reifen, Ruh’n.
Die große Frucht kommt nie in Hast –
wenn du ihm traust, wirst du nicht blass.

Bleib im Land – und tu das Rechte.
Redlich sein hat seine MĂ€chte.
Wer hier treu ist, bleibt nicht klein –
Gott selbst wird dein GĂ€rtner sein.

Dein Platz ist nicht ein Zufallsziel,
du stehst dort, wo Gott wirken will.
Vielleicht bist du der eine Klang,
der diesen Boden heilig macht.

Du bist gesandt – nicht weggestellt.
Nicht auf der Flucht – du prĂ€gst die Welt.
Ein Licht, das bleibt, wenn and're geh’n –
du wirst im Dienen weiter seh’n.

Der Wind ist frei, das Herz oft laut –
doch Gottes Wege sind vertraut.
Er pflanzt dich nicht an jeden Ort –
doch wo du stehst, da ruft sein Wort.

Bleib im Land – und glaub dem Einen.
Er wird dich durch das Warten einen.
Du bist gemeint, du bist gesetzt –
bis seine Saat in dir vernetzt.

Ich such nicht mehr das schnelle GlĂŒck,
ich schau jetzt treu auf sein Geschick.
Was ER mir gab, das reicht so weit –
sein Segen wÀchst in seiner Zeit.

Ich pflanze tief, ich bleibe hier,
ich folge ihm – er wohnt in mir.
Kein fremder Glanz zieht mich mehr fort,
denn Gott ist hier – mein sicherer Ort.

Jetzt seh ich’s klar – mein Platz ist gut.
Er stillt mein Herz, er stÀrkt den Mut.
Nicht was ich hab, doch was ich bin:
Ein Kind des Herrn – in seinem Sinn.

„Hoffe auf den HERRN und tue Gutes;
bleibe im Lande und nĂ€hre dich redlich.“
(Psalm 37,3)

Was Gott verspricht, das trÀgt auch dich,
auch wenn das Feld noch schweiget schlicht.
Der Segen kommt nicht laut herbei –
doch wer bleibt, wird nie einerlei.

Ich hebe meine Augen weit,
seh seinen Plan in dieser Zeit.
Ich bin nicht hier durch Zufalls Kraft –
ich bin gesetzt – aus Leidenschaft!

Ich bleibe hier – mit ganzem Herz,
auch wenn es kostet, Kraft und Schmerz.
Denn hier ist Gott – mein sichres Band,
drum bleib ich treu
 und bleib im Land.

4. Mai 2025 um 5:04